Vortrag Hoffmann-Großmann

Vortrag von Frau Großmann-Hofmann

Ihre Begeisterung für Heimatgeschichte hat Beate Groß-Hofmann als Stadtarchivarin in Königstein vertiefen können. Wie umfassend und damit wertvoll ihre Kenntnisse sind zeigte sich wieder einmal beim Heimatverein Mammolshain, denn dort berichtete sie von „Hexen, Heilwasser und Obstbau“ in Mammolshain. Verschiedenen Autoren wie Rudolf Binding, Josef Kaltenhäuser und Ernst Ritter von Marx haben mit wunderbaren Worten die Lage, Aussicht, die gute Luft und die wunderbaren Früchte wie Erdbeeren, Äpfel, Mirabellen und nicht zuletzt die Kastanien aus Mammolshain beschrieben. 

Felix Mendelssohn Bartholdy schätzte sehr die heilenden Kräfte der Brunnenanlage im Kronthal. Bei seinen Aufenthalten in Bad Soden zog es ihn immer wieder dorthin. Er verlobte sich dort mit 1836 mit Cécile Jeanrenaud, die er ein Jahr später in Frankfurt heiratet.

Auch über die dunklere Geschichte Mammolshains berichtete Beate Großmann-Hofmann - der Hexenverfolgung. Sie wies daraufhin, dass die beiden Vorgänge urkundlich fest dokumentiert sind. 

Anna Melchior aus Mammolshain wurde am 13. Oktober 1600 als „Hexe“ hingerichtet. Weitere Hinweise sind dazu nicht dokumentiert, aber Gründe für eine Denunziation von „unbequemen“ Frauen sind damals schnell gefunden worden. Ihnen z.B. wurden heidnische Bräuche nachgesagt, die Epidemien und schlechte Ernten verursacht haben sollen. Genauso wurde vermutet, dass die Frauen mit „dem Teufel im Bunde“ standen oder sie waren kräuterkundig, was damals vielen Menschen suspekt war.

Eine „Bäckersfrau aus Mammolshain“ sollte 1601 wegen Zauberei durch den Schultheiß Gernhard von Schwalbach „peinlich befragt“ werden. Zeugen sagten aus dass sie etliche Kinder vergiftet haben und diese dann mit teuflischer Materie zu Gift verwandelt haben soll. Sie wurde ins Königsteiner Rathaus (damals vermutlich in der Karlstraße 2) verbracht. Sie konnte allerdings fliehen und vermutlich von ihrem Bruder versteckt werden, der zuvor eine Auslieferung beantragt hatte.

Bernd Hartmann (Vorsitzender) und Ingrid Reimer (Stellvertreterin) bedankten sich sehr herzlich bei Beate Großmann-Hofmann und alle anwesenden freuen sich schon auf ihren nächsten Vortrag beim Heimatverein

Vortrag von Frau Großmann-Hofmann am 10. März

Ingrid Reimer bei der Übergabe eines kleinen Geschenkes an Frau Großmann-Hofmann

Ingrid Reimer bei der Übergabe eines kleinen Geschenkes an Frau Großmann-Hofmann

Ihre Begeisterung für Heimatgeschichte hat Beate Groß-Hofmann als Stadtarchivarin in Königstein vertiefen können. Wie umfassend und damit wertvoll ihre Kenntnisse sind zeigte sich wieder einmal beim Heimatverein Mammolshain, denn dort berichtete sie von „Hexen, Heilwasser und Obstbau“ in Mammolshain. Verschiedenen Autoren wie Rudolf Binding, Josef Kaltenhäuser und Ernst Ritter von Marx haben mit wunderbaren Worten die Lage, Aussicht, die gute Luft und die wunderbaren Früchte wie Erdbeeren, Äpfel, Mirabellen und nicht zuletzt die Kastanien aus Mammolshain beschrieben. 

Felix Mendelssohn Bartholdy schätzte sehr die heilenden Kräfte der Brunnenanlage im Kronthal. Bei seinen Aufenthalten in Bad Soden zog es ihn immer wieder dorthin. Er verlobte sich dort mit 1836 mit Cécile Jeanrenaud, die er ein Jahr später in Frankfurt heiratet.

Auch über die dunklere Geschichte Mammolshains berichtete Beate Großmann-Hofmann - der Hexenverfolgung. Sie wies daraufhin, dass die beiden Vorgänge urkundlich fest dokumentiert sind. 

Anna Melchior aus Mammolshain wurde am 13. Oktober 1600 als „Hexe“ hingerichtet. Weitere Hinweise sind dazu nicht dokumentiert, aber Gründe für eine Denunziation von „unbequemen“ Frauen sind damals schnell gefunden worden. Ihnen z.B. wurden heidnische Bräuche nachgesagt, die Epidemien und schlechte Ernten verursacht haben sollen. Genauso wurde vermutet, dass die Frauen mit „dem Teufel im Bunde“ standen oder sie waren kräuterkundig, was damals vielen Menschen suspekt war.

Eine „Bäckersfrau aus Mammolshain“ sollte 1601 wegen Zauberei durch den Schultheiß Gernhard von Schwalbach „peinlich befragt“ werden. Zeugen sagten aus dass sie etliche Kinder vergiftet haben und diese dann mit teuflischer Materie zu Gift verwandelt haben soll. Sie wurde ins Königsteiner Rathaus (damals vermutlich in der Karlstraße 2) verbracht. Sie konnte allerdings fliehen und vermutlich von ihrem Bruder versteckt werden, der zuvor eine Auslieferung beantragt hatte.

Bernd Hartmann (Vorsitzender) und Ingrid Reimer (Stellvertreterin) bedankten sich sehr herzlich bei Beate Großmann-Hofmann und alle anwesenden freuen sich schon auf ihren nächsten Vortrag beim Heimatverein